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|  Was ist Ohrakupressur

Das Ohr als Ganzheit betrachtet, wiederspiegelt ebenso den ganzen Menschen, wie zum Beispiel die Füsse oder die Hände.
Durch Drücken oder Reiben der einzelnen Ohr-Punkte können Schmerzverminderungen sowie Aktivierung oder Beruhigung der den Punkten zugeordneten Organe erreicht werden. Die Ohrakupressur kann, unterstützend zu anderen Therapieformen, bei Schmerzen eingesetzt werden (beispielsweise bei Schleudertraumen) .
Ohrakupressur
Als Somatotop bezeichnet man die Abbildung des Körpers auf einen Teil von sich selbst,
so wie z.B. jedem Körperteil in der Hirnrinde ein bestimmtes Gebiet zugeordnet ist.
Die Ohrmuschel selbst ist ebenfalls ein Somatotop, auch hier ist jedes Organ und jeder
Körperteil einem bestimmten Gebiet zuzuordnen. So finden wir z.B. eine Zone für den Magen,
eine für das Knie, für die Wirbelsäule usw... Damit haben wir die Möglichkeit über das Ohr
auf alle Geschehnisse im Körper einzuwirken.
Die Anwendungsmöglichkeiten der Therapie sind vielfältig:
Schmerzlinderung, Einwirkung auf Entzündungsreaktionen, Regulierung des Immunsystems z.B. bei Allergien und rheumatischen Schmerzzuständen, Migräne, zur Unterstützung von Heilungsprozessen.....
siehe auch: http://www.schule-koerpertherapie.ch/DAO/body.htm
für Ohrakupunktur:
http://www.sprechzimmer.ch/?crd=1,1,1,0,0,16434&uwid=3596&nid=129 
Erste Hilfe: Ohrakupressur nimmt Angst

Österreich. In medizinischen Notfällen können selbst Laien einem Kranken Ängste nehmen. Es reicht aus, Druck auf einen speziellen Akupunkturpunkt in der Ohrmuschel auszuüben (s. Abb.). Den Beleg liefert eine Studie von A. Kober und Mitarbeitern an 36 Personen, die wegen akuter Gesundheitsprobleme von Rettungssanitätern in ein Krankenhaus transportiert wurden. Randomisiert erhielten die Patienten entweder an einem klassischen Schmerzpunkt („Entspannungspunkt“ = 1) oder an einem willkürlich gewählten Punkt (= 2) während des Transports Akupressur. Der Druck ging von einer kleinen Kugel aus, die mit einem Pflaster am Ohr befestigt war. Kein Rettungssanitäter wusste, welcher Punkt der vermutlich wirksame war. Die Ängste wurden mit Hilfe einer visuellen Analogskala erfasst.
Unter diesem Vorgehen hatte die Angst in der Verumgruppe bei der Ankunft im Krankenhaus bereits signifikant abgenommen (von 36,7 auf 12,4), während sie in der Kontrollgruppe leicht angestiegen war (von 42,5 auf 46,7). Auch wichtige Erwartungen entwickelten sich nur in der Verumgruppe günstig. Deren Mitglieder befürchteten weniger, dass die Behandlung mit Schmerzen verbunden sein würde, auch sahen sie dem Behandlungsergebnis optimistischer entgegen. Angesichts dieser Ergebnisse propagieren die Autoren die „anxiolytische“ Ohrakupressur als preiswerte, leicht zu erlernende und für Laien geeignete Methode, um in medizinischen Notfällen psychische Erste Hilfe zu leisten.
A. Kober u.a.: Auricular acupressure as a treatment for anxiety in prehospital transport settings. Anesthesiology 2003 (98) 1328-1332
Quelle: www.zns-spektrum.com
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